PROINCOR

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WORKPACKAGES

Workpackages

Workpackage 1:  Projektmanagement und Koordination

Solides Projektmanagement und Koordination

Das TGZ (Technologie- und Gründerzentrum) Bautzen ist für das allgemeine Management von PROINCOR zuständig. Ein transnationaler Projektmanager und Finanzkoordinator wird vom TGZ ernannt. Ein vom TGZ eingesetzter Assistent wird in Bautzen den transnationalen Projektkoordinator unterstützen. Alle Projektpartner ernennen Projektmanager und Finanzkoordinatoren auf regionaler Ebene. Die Partnerschaft wird durch einen Lenkungsausschuss organisiert. Der Lenkungsausschuss wird vom transnationalen Projektmanager geführt und wird aus den Projektmanagern aller Projektpartner-Organisationen gebildet. Die Rolle des Lenkungsausschusses besteht in der Überwachung der Projektfortschritte hinsichtlich des Arbeitsplans und der Entscheidung über Aktivitäten und Verantwortlichkeiten der einzelnen Partner. Entscheidungsfindung im Lenkungsausschuss basiert auf gemeinsamem Konsens, sollte dieser nicht gefunden werden wird das einfache Mehrheitsprinzip genutzt. Die ernannten Workpackage-Leiter koordinieren ihre Workpackage und kommunizieren mit dem Projektkoordinator.

Ein professioneller  Kommunikationsmanager wird für Workpackage 2 ernannt. Der Fortschritt des gesamten PROINCOR Projektes basiert auf den Prinzipien, Kollaborationen, Dialogen und der aktiven Anteilnahme aller Projektpartner (Zielgruppen, Hauptakteure, Subunternehmer) und Kommunikation auf allen Ebenen. Obwohl die Partner zugewiesene Rollen und Aufgaben in der Partnerschaft besitzen, werden alle Teilnehmer innerhalb der Kompetenzen aller Workpackage arbeiten, um die Zusammenarbeit weiter zu verstärken. Um regelmäßige Kontakte zwischen den Partnern zu unterstützen werden E-Mails, Telefonkonferenzen und Skype genutzt, um neben den geplanten Projekttreffen eine Basis für Dialoge zu schaffen. Der transnationale Projektkoordinator und Finanzdirekt halten diesen regelmäßigen Dialog zwischen den Partnern aufrecht um Konflikten vorzubeugen. Im Fall von Konflikten tritt der Lenkungsausschuss als Vermittler zwischen den Partnern auf. Lenkungsausschusstreffen (Steering group meetings, SGMs) sind halbjährlich angesetzt und beinhalten ein Kick-off-Meeting und eine Abschlussveranstaltung ((SGM 1: Bautzen/Deutschland, Monat (M): 3; SGM 2:Brno/Tschechien, M: 9; SGM 3: Triest/Italien, M: 15; SGM 4: Debrecen/Ungarn, M: 21; SGM 5: Ljubljana/Slowenien, M: 27; SGM 6: Poznań/Polen, M: 34).

Die spezifischen Aktivitäten des Projektkoordinators und des gesamten Lenkungsausschusses liegen primär auf der proaktiven Unterstützung der KMU, um Engpässe hinsichtlich der Innovationsverbreitung und -anwendung zu verhindern. Der Lenkungsausschuss baut hierfür ein Kontrollsystem auf, das die Wirkung der Projektaktivitäten hinsichtlich der Innovationsleistung der betroffenen KMUs und der gesamten Innovationskultur der teilnehmenden Regionen überwacht.

Koordinator und Lenkungssauschuss fördern dabei transnationale Interaktion und Zusammenarbeit in allen Workpackages. Auf diesem Weg unterstützt PROINCOR die Ziele der territorialen Kohäsion, Integration und Wettbewerbsfähigkeit in den teilnehmenden Regionen entlang des baltisch-adriatischen Korridors entlang des ehemaligen eisernen Vorhangs.

Workpackage 2: Kommunikation, Informationsmanagement und  -verbreitung

Sicherstellung der Verbreitung der Projektergebnisse

Die Verbreitung der Projektresultate an ein möglichst großes Publikum in den beteiligten Regionen ist ein bedeutender Faktor für das Erreichen der gesetzten Ziele. Aus diesem Grund muss ein Plan für die Verbreitung von Informationen rund um das PROINCOR Projekt bereits frühzeitig fertiggestellt werden, damit während der gesamten Projektlaufzeit Aktivitäten und Resultate von PROINCOR wahrnehmbar sind. Die Publizität des Projektes und seiner Ziele beginnt bereits zu frühen Phasen des Projektes, sobald die ersten Resultate verfügbar sind, und ein Konsortium wird einen Verbreitungsplan aufstellen um die Ergebnisse möglichst weit und erfolgreich zu verbreiten. Publizität und Informationsverbreitung werden über die regulären Kanäle, also Website, Newsletter, Materialverteilung, Massenmedien, Journale, Konferenzen und ähnliches getätigt.

Die Projektergebnisse werden einen hohen Grad an Übertragbarkeit aufweisen, da sie auf einem schlüssigen, integrierten Projektrahmen basieren, der leicht an die Bedürfnisse von jedem Teil der INTERREG IVb Kooperationsgebiete anzupassen ist. Weiterhin werden Übertragungseffekte („spill over effects“) auftreten, da ein Großteil der Partner verschiedene Arten von Organisationen repräsentiert, die eng mit den Projektzielen verknüpft sind. Dank der Teilnahme der Partner in regionalen und nationalen Unternehmer- und Innovationsnetzwerken und internationalen Verbindungen (wie dem EBN) gibt es ausreichend Möglichkeiten, die Resultate des Projektes an interessierte externe Drittparteien (z.B. nationale, regionale oder lokale Behörden, unternehmensfördernde Organisationen, Universitäten oder Unternehmen). Spezielle Aktivitäten fördern weiterhin diesen Transfer, wie zum Beispiel:

  1. Anbindung an andere Netzwerke oder Organisationen. Die Schaffung einer offenen Gruppe von assoziierten Mitgliedern mit einfachem, aber kontrolliertem Zugang zu den Projektresultaten. Etablierung eines permanenten virtuellen Forums.
  2. Verteilung von Informationsmaterialien physisch auf Konferenzen und per Mail. Die Resultate werden über ausgewähltes Druckmaterial auf CD-ROMs und per Mail an interessierte Gruppen verteilt. Zusätzlich werden sie auf den geplanten Konferenzen (Konferenz-Infopakete) verteilt. Organisation von Workshops (Anregungen und Aufmerksamkeit, Erfahrungs- und Wissensaustausch, Workshops hinsichtlich der Übertragbarkeit der Erfahrungen innerhalb der Konferenzen). Das gesammelte Wissen der Partner wird hier den jeweiligen politischen Entscheidungsträgern vorgetragen, um potentiell über regionale und nationale Politik die Wettbewerbsfähigkeit der KMUs zu steigern.

Dieses Workpackage ist während der gesamten Projektlaufzeit aktiv.

Workpackage 3: Transnationaler Ansatz für die Verbesserung der Innovationsleistung von KMU in Zentraleuropa

Innovationsleistungssteigerung von KMU

PROINCOR nutzt bereits bestehende Methoden der Innovationsberatung. Zu Beginn des Projektes werden die Partner bereits existierende europäische Innovationsunterstützungsprojekte analysieren. Fachleute dieses Bereiches werden eingeladen, um über ihre Herangehensweisen, praktische Erfahrungen und vollbrachten Resultate auf der transnationalen Innovationskonferenz zum PROINCOR Start in Bautzen zu referieren. Das Projekt wird dann die erfolgreichsten Methoden an die Bedürfnisse der beteiligten Regionen anpassen. Priorität wird dabei auf proaktive Methoden mit Fokus auf KMU gelegt. Ausgewählte Methoden sollten auch Probleme hinsichtlich der Herstellungs- und Dienstleistungsprozesse betrachten.

PROINCOR hat vor, einen Experten-Beratungsservice in allen Partnerregionen einzuführen. Dafür wird jedem Projektpartner ein Innovationsberater zugewiesen. Diese Berater werden dafür von europäischen Experten in diesem Bereich angelernt. Die Innovationsberater beurteilen dann die Innovationsleistung und zukünftigen Bedürfnisse der KMU im herstellenden und industriellen Dienstleistungssektor anhand einer passenden Innovationsprüfung, die auf der ausgewählten Methodik basiert. Regionale Kampagnen identifizieren Unternehmen mit hohem Bedarf an Innovationen. Zu Beginn des Projektes spricht jeder Partner ungefähr 500 KMU per Mail und folgenden Telefonaten an. Nur solche Unternehmen, deren Innovationspotential vom Projekt auch gesteigert werden kann, sollten an PROINCOR auch teilnehmen. Die Partnerschaft entscheidet dann über die notwendigen Vorrausetzungen der teilnehmenden Unternehmen. Die Berater führen dann Innovationsanalysen in 40-50 ausgewählten KMU durch, die der gemeinsam ausgewählten Methodik folgen. Dabei werden sowohl Management als auch Angestellte in den Prozess mit einbezogen. Kleinere Workshops für das Management sollten dann Prioritäten für Struktur- und Prozessveränderungen aufzeigen. Nach dem Aufzeigen der Bedürfnisse und Möglichkeiten für die beteiligten Unternehmen werden diese durch die Berater und ihre regionalen Partner bei der Umsetzung zur Verbesserung der Innovationsleistung weiter unterstützt.

Zum Beispiel geben sie Hinweise hinsichtlich der Änderung von Management Methoden, oder helfen die richtigen Partner für Produkt- und Prozessentwicklungsprozesse zu finden. Alle durchgeführten Analysen werden mit Hilfe des internen, webbasierten Kontrollsystems dokumentiert. Der externe Gutachter wird die Innovationsaktivitäten betrachten und regelmäßig  Treffen mit der PROINCOR Beratergruppe durchführen um Fallstudieren zu analysieren, Rückmeldung zu geben und Hinweise hinsichtlich des weiteren Verlaufes verlauten zu lassen. Es wird sich vorgenommen, durchschnittlich 40 Unternehmen pro Region zu analysieren. Wir glauben, dass es einfacher ist Unternehmen mit Innovationsbedarf in den besser entwickelten Regionen des baltisch-adriatischen Korridors aufzuspüren, während die schlechter entwickelten Regionen mehr Einsatz benötigen. In ungefähr 20% der überprüften Unternehmen sollten Innovationsprojekte (Training, Produkt- und Prozessentwicklung etc.) initiiert werden.

Workpackage 4: Interaktion und Kollaboration verschiedener Innovationsförderer

Regionale und transregionale Zusammenarbeit von Innovationsförderern

Während sich Workpackage 3 primär mit den Analysemethoden und der Umsetzung der Analyse durch die Berater beschäftigt, dient Workpackage 4 der regionalen und transnationalen Zusammenarbeit. Ein Innovationsberater kann alleine nicht die benötigte Expertise aufbringen um die Innovationsleistung eines Unternehmens kenntlich zu erhöhen.

Einerseits sollte er die offensichtlichen Probleme sofort mit direkten Maßnahmen lösen können, andererseits muss er dem der Prüfung unterzogenen Unternehmen maßgeschneiderte Dienstleistungen und Unterstützung von anderen regionalen, nationalen oder transnationalen Akteuren bieten, um die durch den Prüfungsprozess vorgeschlagenen Hilfen zu initialisieren, vor allem Produkt- und Prozessentwicklungsprojekte. Die Hauptaufgabe des regionalen Projektmanagers ist die Unterstützung der Folgeaktivitäten des Innovationsberaters und die Ausbildung von Verbindungen zu Partner des regionalen Innovationsförderungssystems in Hinsicht auf den Bedarf des Unternehmens.

Die Projektpartner werden die Zusammenarbeit zwischen regionalen Schlüsselfiguren (öffentliche Behörden, Finanzinstituten, Transfer- und Forschungsinstitutionen) hinsichtlich der Ziele von PROINCOR fördern. Jeder Projektpartner sollte dabei eine regionale Beratungsgruppe gründen. Dieser Ansatz ermöglicht eine schnelle Umsetzung von Innovationen und die schnelle Antwort auf Bedürfnisse der Unternehmen oder Marktveränderungen. Sowohl die regionalen Innovationsberater als auch die Projektmanager sollten die Folgeaktivitäten beobachten und bei der erfolgreichen Umsetzung assistieren, sofern dies erwünscht ist. Dies erzeugt Vertrauen und Nachhaltigkeit in den Partnerschaften. Die Beratergruppen treffen sich alle 6 Monate um Fallstudien zu besprechen und den Analyseprozess zu verbessern. Die Meetings werden in Graz (M6), Triest (M15), Debrecen (M21), Ljubljana(M27) und Poznań (M34) abgehalten. Das Feedback vom externen Gutachter hilft dabei zukünftige Prüfungen und Innovationsunterstützungsaktivitäten für die KMU zu verbessern. Falls nötig wird die Prüfungsmethodik an die letzten Befunde angepasst. Anhand des internen web-basierten Kontrollsystems können die Aktivitäten der anderen Regionen in der Zeit zwischen den persönlichen Treffen der Beratergruppe beobachtet werden. Weiterhin wird die Datenbank des Kontrollsystems als gemeinsame Partnersuchbörse genutzt werden. Dies hilft den Projektpartnern und Unternehmen dabei, eine engere Bindung mit kompatiblen Partner aus verschiedenen Bereichen des Innovationssystems (Forschung/Entwicklung, Transfer, Industrie, Dienstleistungen etc.) innerhalb des baltisch-adriatischen Korridors einzugehen. Auf diesem Weg trägt PROINCOR zur transnationalen Orientierung des Innovationssystems und zur Entwicklung transnational agierender KMU bei.

Workpackage 5: Transnationale Schlüsse für die Innovationspolitik

Schlussfolgerungen für die Innovationspolitik Zentraleuropas

Alle Partner werden eine Übersicht über die Innovationspolitik ihrer Regionen und Länder erstellen. Alle verfügbaren Programme für die Förderung von Innovationen werden aufgelistet und verglichen, mit besonderer Betrachtung auf die Zugänglichkeit für KMU. Die Wirksamkeit der aktuellen Gesetze und Regelungen sollte durch Interviews mit Unternehmensmanagern und innovationsinteressierten Interessenvertretern analysiert werden. Es sollte herausgefunden werden inwieweit KMU von Fördermitteln für Technologietransfer, Forschung und Entwicklung, Trainingsprogramme und anderes profitieren. Derzeit ist nur eine kleine Anzahl an KMU an europäischen Innovationsprojekten beteiligt. Die Projektpartner untersuchen die Gründe für eine geringe Beteiligung an den Projekten in ihren jeweiligen Regionen. Einerseits sollten Hindernisse und Restriktionen hinsichtlich der Innovationen besprochen werden, andererseits sollten erfolgreiche Programme auf Partnerschaftsveranstaltungen aufgezeigt und vorgestellt werden, insbesondere auf den Innovationsberatertreffen und der Abschlusskonferenz. Es gibt enge Zusammenhänge zwischen Innovationspolitik und regionalen und nationalen Innovationssystem. Die meisten Innovationsförderer implementieren Programme die vorher von den Parlamenten beschlossen wurden. Trotzdem scheint es so, als ob die regionalen Innovationsquellen in Zentraleuropa noch nicht vollends genutzt werden. Noch immer fehlt es an Vertrauen und Verständnis zwischen Unternehmen und öffentlichen Forschungs- und Technologietransferinstitutionen in den teilnehmenden Regionen innerhalb des baltisch-adriatischen Korridors. Deshalb wird PROINCOR die Effektivität der regionalen Innovationssysteme überprüfen. Die Innovationssysteme der Partnerregionen werden verglichen, um Nutzen aus der Vielfältigkeit Zentraleuropas zu ziehen und weitere Möglichkeiten der Verbesserung und Zusammenarbeit zu finden. Konkrete Resultate hinsichtlich verbesserter Managementstrukturen und  neuer oder verbesserter Produkte und Prozesse in den überprüften KMU wird im internen Kontrollsystem festgehalten. Das Projektmanagement wird gemeinsam mit den KMU Managern diese Resultate analysieren, um die Wirkung auf die Innovationsleistung und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu überprüfen. Dabei wird auch überprüft ob es eine reale, spürbare Wirkung auf die Zusammenarbeit der Schlüsselfiguren auf regionaler oder transnationaler Ebene gegeben hat. Diese Ergebnisse werden dann eingesetzt, um Vorschläge für die Verbesserung der vorhandenen Innovationsförderungsprojekte einzureichen. Diese Vorschläge und Hinweise werden in einem Bericht zusammengefasst. Die transnationale Beratergruppe wird diesen Bericht vor der Abschlusskonferenz studieren und absegnen. Wir erwarten, dass die Mitglieder der Beratergruppe den Projektaktivitäten von PROINCOR durch die Teilnahme an transnationalen Veranstaltungen ebenso wie den regionalen Treffer in den Partnerregionen gefolgt sind. Die Resultate und Empfehlungen werden dann an alle Teilnehmer und Partner auf der Abschlusskonferenz und alle genutzten Kanäle verteilt.

PROINCOR up to date

PROINCOR Newsletter

Der dritte PROINCOR Newsletter steht unter Downloads für Sie bereit.

Bericht über länderspezifische Innovationsinstrumente

Der Bericht über länderspezifische Innovationsinstrumente der PROINCOR Partner steht unter Downloads bereit.

PROINCOR ist INTERREG Schlüsselprojekt

Der Berliner Senat hat PROINCOR als Schlüsselprojekt für die Region Berlin/Brandenburg identifiziert. Von den 47 INTERREG IV B/C wurden 22 Projekte als besonders innovationsfördernd eingestuft. PROINCOR gehört zu den 10 besten in dieser Gruppe. Während des "Werkstattgespräch Internationalisierung" am 28.6.2011 wurden diese zehn Projekte vorgestellt.